Man lernt nie aus

Obwohl ich bisher nur zwei Wochen hier an der Volksschule verbringen durfte, hab ich schon vieles gelernt und einiges neu entdeckt.

Für jeden Schüler in Österreich ganz „normal“: die Feueralarmübung. Von einer etwas anderen Übung, der Erdbebenalarmübung, hatte ich zuvor aber noch nie gehört. Na klar, eine Insel mitten im Meer ist von Erdbeben auch ein wenig mehr betroffen als unser schönes Binnenland Österreich. Trotzdem habe ich mit so etwas nicht gerechnet. Gott sei Dank wurden wir beiden Freiwilligen vorgewarnt und waren nicht ganz unwissend. Ablauf der Übung war wie folgt: unter der Tisch kriechen – mit den Armen schützend über dem Kopf das Gebäude verlassen – in Reih und Glied am Sportplatz aufstellen. Eine interessante Erfahrung, die hoffentlich nicht eine Wiederholung wegen eines Ernstfalles erfährt.

„The Greek way of life“ ist auch die Lehrkörperbesetzung an der Schule. Fast ein Monat nach Schulbeginn sind einige Posten, wie der des Kunstlehrers, noch immer nicht besetzt, was an der langsamen Abwicklung von oben liegen soll. Ein genauer Stundenplan kann daher auch noch nicht entworfen werden.

Ein besonderes Erlebnis durften wir heute bestaunen: die Partnerschaft zwischen der sechsten und ersten Klasse. Die Volksschule wird nämlich von Kindern zwischen sechs bis zwölf Jahren besucht, die in sechs Klassen aufgeteilt sind. Um eine Beziehung zwischen den „Alten“ und den „Neuen“ herzustellen, wurden unter lautem Applaus „Betreuer“ für die Erstklässler ausgelost. Gemeinsam spielten sie dann eine Stunde lang draußen Vertrauensspiele. So mussten die jungen Schüler beispielsweise ihre mit Augenbinden versehenen Betreuer über Hindernisse führen.

Ob in der Schule, zuhause beim Kochen oder im Segelboot am Meer, man lernt nie aus.
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