Wandertag

Ich habe mich letzte Woche verliebt …
… und zwar in kurze Spaziergänge zu einem ganz bestimmten Ort. Dieser Ort liegt ungefähr eine halbe Stunde entfernt von unserem Haus und ein relativ verlassener Weg führt an vereinzelten Häusern dorthin. Links von mir ein steiler Aufstieg, rechts ein tiefes Tal – so fühl ich mich ganz wohl. Den Weg muss ich mir allerdings manchmal auch mit einer Herde Ziegen teilen, die wohl ebenfalls gerne spazieren gehen. Mein Ziel: ein Haufen Geröll am Wegrand. Was diese Steine zu etwas Besonderem macht, ist der wahnsinnig schöne Ausblick auf Meer, Berge und die Stadt, sowie die absolute Ruhe und warme Sonne dort. Deshalb sitze ich dort dann meist eine lange Zeit mit einem Buch, bevor ich mich wieder auf den Weg zurück begebe.

Eigentlich wollte ich aber etwas ganz anderes erzählen. Nämlich, dass wir gestern zum ersten Mal in die Stadt gegangen sind. Normalerweise haben wir für die Distanz von rund sechs Kilometern immer ein Auto, Taxi oder den Bus verwendet. Da unser Freitag sehr verregnet war, haben wir das schöne Wetter gestern dann umso mehr genossen. Die Wanderung habe ich mir mit einem Hörspiel versüßt und verkürzt, da auf den engen Wegen Gespräche sowieso schwierig sind. Eine Sehenswürdigkeit, die wir bis jetzt immer nur vom Auto bewundert haben, konnten wir so nun endlich in unserem eigenen Tempo erkunden. Diese Art von Windmühlen findet man eigentlich überall vereinzelt, an dieser Stelle aber eben vier nebeneinander. Besonders bei Sonnenaufgang ist das sicher ein wunderschöner Ort.

Nach eineinhalb Stunden haben wir es schließlich in die Stadt geschafft. Als wir Mädels dann in ein Kleidungsgeschäft gehen wollten, meinten die Jungs großzügig, wir könnten uns ja auch für einige Zeit aufteilen. Zu einer bestimmten Uhrzeit trafen wir uns dann am Hafen wieder und besuchten gemeinsam ein Café, um endlich eine süße Spezialtät hier zu probieren: Loukoumades. Das sind frittierte Teigbällchen, die wir mit warmer Schokolade genossen haben. Am liebsten würde ich nichts anderes mehr essen, wäre da nicht das Restaurant, in dem wir unser Abendessen gefunden haben. Dort entschied ich mich aus der großen Auswahl von chinesischen, indischen, italienisches und mexikanischen Gerichten für Nudeln mit Cashews und Kokos-Currysoße. Eine gute Wahl!

Später gingen wir dann noch gemeinsam zu einem Supermarkt, wo die Jungs etwas übermütig wurden. Zuhause beendete ich den bewegungsreichen und kulinarischen Tag damit, einen Kuchen zu backen. Ob die morgendliche Wanderung alle Essenssünden ausgleicht, wird sich zeigen.

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