Inousses

Gestern verbrachten wir wieder einmal Zeit auf dem Segelboot der Organisation. Das Wetter war traumhaft und es waren kaum Wolken am Himmel zu sehen – ein Ausnahmezustand zu dieser Jahreszeit, selbst in Griechenland. Gemeinsam mit Dimitris, seiner Tochter Maria, seinem Sohn Markos und deren Partnern machten wir uns gegen Mittag auf den Weg zu der Inselgruppe Inousses, die Chios sehr nahe liegt. Ungefähr zwei Stunden segelten wir im offenen Meer mit ein bisschen Unterstützung durch den Motor und lernten dabei wieder einiges mehr übers Segeln. Inousses besteht aus 16 kleinen Inseln, wovon nur eine bewohnt ist. Es leben dort ca. 750-800 Menschen, wobei die Einwohnerzahl im Sommer deutlich steigt, weil viele Reederfamilien und Bootsbesitzer die warmen Monate auf der Insel verbringen.

Ein Grund für unseren Ausflug war, dass Dimitris früher Lehrer an der einzigen Schule auf der Insel war. Er zeigte uns stolz das Schulgebäude, in dem er vor rund 30 Jahren sein erstes Jahr als Lehrer verbrachte. Seine Kinder zeigten uns schließlich den Rest der Hauptinsel, die zwar nicht groß, aber wunderschön ist. Wir bestaunten die beeindruckend große Kirche und den Ausblick auf mehrere kleine Inseln.

Gemütlich verbrachten wir dann noch etwas Zeit in einem Café am Hafen und machten uns schließlich wieder auf den Heimweg, um pünktlich zum Sonnenuntergang wieder im „Heimathafen“ anzulegen.

Am Abend besuchten wir Freiwilligen dann noch gemeinsam ein Fest in der Schule, das mich sehr an das Laternenfest in Österreich erinnert. Von der Schule führte eine kurze Prozession mit Kerzenlicht zur Kirche, wo ein Gottesdienst zu Ehren des Namenspatrons der Kirche gehalten wurde. Für mich war es der erste Kontakt mit der griechisch-orthdoxen Kirche. Der Innenraum der Kirche ist bunt und mit vielen Goldverzierungen gestaltet, meine Beschreibung würde einfach „zu viel“ lauten. Insgesamt war der Gottesdienst zwar interessant für mich, aber sehr langweilig, da wir eine Stunde lang stehend verbrachten und einer fremden Sprache lauschten. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung.

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