Umzug nach Katarraktis

Ich hab es schon vor Weihnachten in meinem Blog nebenbei kurz erwähnt und vielen meiner Freunde während meines Heimaturlaubs erzählt: In meiner Wohnsituation hab ich mich besonders im Dezember eigentlich gar nicht mehr wohlgefühlt. Sogar so wenig, dass ich überlegt habe, meinen EFD abzubrechen. Schade wär’s gewesen! Das Warum will ich so öffentlich nicht ausbreiten und es lässt sich auch nicht so einfach erklären.

Jedenfalls habe ich das Glück, dass mein Projekt zwei Standorte auf Chios hat und ich die Chance bekommen habe, umzuziehen. Fakt ist, ich lebe jetzt in Katarraktis, mehr als eine halbe Stunde entfernt von Vrontados. Katarraktis ist ein sehr kleines Fischerdorf und Ausflüge in die Stadt sind jetzt nicht mehr gar so einfach zu organisieren. Dafür begeistert Katarraktis mit Meernähe, Ruhe und einer tollen Strandpromenade.

Statt drei Mitbewohnern habe ich jetzt nur noch einen, Francesco. Es ist schon eine Umstellung, nur noch zu zweit zu leben, aber Francesco hat Humor für 3, daher hatten wir damit noch keine Probleme. Klar, wir müssen nun öfter kochen, mehr putzen – aber damit kann ich gut leben. Dass wir in einem Raum schlafen, der nur durch ein paar Plastikschränke getrennt ist, war bisher auch kein Thema. Das Wochenende habe ich hier vor allem mit Putzen verbracht, da hier seit 4 Monaten kein Mädchen mehr gelebt hat (und nein, einmal kurz mit Wasser den Boden wischen ist eben nicht ausreichend). Mama, du kannst stolz sein, ich hab nun auch endlich meinen Ehrgeiz zum Putzen gefunden!

Insgesamt ist unsere Wohnung eine kleine Baustelle: mittwochs bekamen wir eine neue Dusche, samstags kam der Elektriker und demnächst streichen wir die Küchenwände neu. Da sonst hier nicht viel zu tun ist, ist die Abwechslung aber eine willkommene.

Besonders schade finde ich es, dass ich meine Schule zurücklassen musste (ohne Verabschiedung) und dass ich Kalliopi nicht mehr täglich bei mir habe. Dafür durfte ich hier nun viele süße neue Kinder kennenlernen in dem Kindergarten und der Schule, in der ich nun arbeite. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Ich genieße jetzt jedenfalls meinen Sonntagabend in der frisch geputzten Wohnung.

 

 

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