Sonne, Regen, neue Leute

Ich könnte jetzt einfach behaupten, das Regenwetter hätte mich deprimiert und davon abgehalten, letztes Wochenende schriftlich festzuhalten, doch die Wahrheit ist: ich war zu faul. Jedenfalls sind wir seit ungefähr zwei Wochen nicht mehr alleine in Katarraktis. Giorgia aus Italien hat sich zu uns gesellt und wir sind jetzt die „italienische Mafia“ und die Österreicherin. Letztes Wochenende stand es sogar für kurze Zeit 3:1 (Italiener : Österreicher, nicht Fußball). Warum? Claudio, der hier bereits ein Jahr EFD verbracht hat, hat uns an seinem letzten Wochenende auf Chios besucht, um sich auch von diesem Ort zu verabschieden.

Das Wetter am Wochenende war traumhaft und man konnte uns fast nur draußen finden. Samstagmorgens spazierten Giorgia und ich durch die Wildnis zu einem Park mit Meerblick, den wir wohl noch öfter besuchen werden. Im örtlichen Supermarkt besorgten wir anschließend allerlei Putzsachen – bei zwei weiblichen Freiwilligen im Haus wird es wohl künftig noch reinlicher werden. Kurze Botschaft an mein Zukunfts-Ich: niemals weiße Fliesen im Haus verlegen, Putzalbtraum!

Nachdem wir zufälligerweise erfahren hatten, dass es in Katarraktis jeden Sonntagmorgen Loukoumades (so eine Art griechischer Donuts) gibt, musste das natürlich genutzt werden. Abtrainiert wurden diese dann bei einem langen Spaziergang. Wir genossen die gemeinsame Zeit miteinander und brachten uns gegenseitig Englisch, Italienisch und ein bisschen Deutsch bei. „Ist das richtig so in Englisch?“, „Wie heißt das dann in Italienisch?“ sowie „Und in Deutsch?“ konnte man des Öfteren vernehmen.

Was unser Wochenende aber eigentlich ausmachte, waren die vielen Café- und Restaurantaufenthalte. So schlossen wir das Wochenende am Sonntag auch mit gutem, nicht von uns selbst gekochten Essen ab.

Die darauffolgende Woche bestimmten leider Regenschauer und Verkühlungen. Als Ersatz für unseren erkrankten Francesco durfte ich die Hälfte meines Tages wieder im Kindergarten verbringen und viel basteln. Wie jede Schule und jeder Kindergarten im Land bastelten wir Schwalben als Zeichen des Frühlingsbeginns. Nebenbei durfte ich auch selber kreativ sein und mir Lernspiele für die Kinder ausdenken und realisieren. Auf das Ergebnis kann ich wirklich stolz sein.
Obwohl Regen wirklich gut für die Insel und ihre Wasserreserven ist, freue ich mich schon wieder unglaublich auf besseres Wetter.

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