Panigiri

Schon des Öfteren habe ich hier von erfahrenen Freiwilligen diesen einen Satz gehört: „Let’s crash the Panigiri!“. Doch erst jetzt versteh ich den Reiz daran so wirklich, denn ich war endlich auf meiner ersten Πανηγύρι. An Christi Himmelfahrt gab es in der Schule (wir hatten nämlich nicht frei) nur ein Gesprächsthema: die Panigiri am Abend im Ort. Selbst zum Thema einer Unterrichtsstunde wurde es dann, denn die Lehrerin nahm das Ereignis zum Anlass, um den Schülern auch etwas über den Brauch zu lernen.

Eine Panigiri ist zu vergleichen mit einem Volksfest oder Marktfest, wie es bei mir zuhause heißt. Die Leute versammeln sich bei Musik und gutem Essen und tanzen und feiern gemeinsam. Meistens haben die Feste kirchlichen Hintergrund, so auch in Nenita an Christi Himmelfahrt.

Gemeinsam mit Giorgia machte ich mich abends dann auf den Weg nach Nenita. 40 Minuten bergauf gehen nahmen wir gern in Kauf für das Erlebnis, das sich uns bot. Gleich zu Beginn fiel uns auf, dass unglaublich viele Pferde und auch einige Kutschen im Ort unterwegs waren und irgendwo angebunden standen.

Als wir einen leeren Tisch erspähten, nutzten wir die Chance gleich, um uns dort niederzulassen und uns kulinarisch versorgen zu lassen. Neben der Kulinarik wurde uns aber auch viel Kultur geboten, denn wir durften unsere Schulkinder beim Tanzen der traditionell griechischen, gut einstudierten Tänze beobachten. Später gab es dann griechische Live-Musik und Alt & Jung schwangen das Tanzbein. Lyra, Klarinette, Trommel und Gesang übertönten alle Gespräche in normaler Lautstärke und ließen es kaum zu, nicht im Takt mitzuwippen – auch wenn die Instrumente dank des Verstärkers nicht im Entferntesten an ihren eigentlichen Klang erinnerten.

Beim Heimweg hörte man noch in weiter Ferne die Musik und wir konnten die schönen Erlebnisse verarbeiten. Von nun an werden wir diejenigen sein, die neue Freiwillige mit unserer Idee „Let’s crash the Panigiri!“ verwirren.

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