Ab in den Süden

Dieses Wochenende machten wir uns abermals, wahrscheinlich zum letzten Mal während meines Freiwilligenjahres, auf den langen Weg in den Süden der Insel. Zu Fuß, wohlbemerkt. Für die Griechen eine richtige Kuriosität, wie man an den erstaunten Gesichtern der Autofahrer und am lauten „Bravo!“ aus einem der gekühlten Fortbewegungsmitteln erkennen konnte. Ein wenig bereut wird es zwischendurch wohl auch jeder von uns einmal haben, da es doch sehr heiß war und der Weg oft uneben und bergauf war.

 

Wir erkundeten neue Wege, besuchten aber auch Orte, an die ich mich von meiner ersten Wochenendwanderung in der Gegend noch gerne zurückerinnere. Unser erstes großes Ziel war dann Pyrgi. Mittlerweile durfte ich meinen Lieblingsort auf Chios nun also schon drei Mal besuchen. Jedes Mal wieder verschlägt es mir beim Anblick den Atem und ich will am liebsten nicht mehr weg. Am Weg zum Hotel machten wir dann noch Zwischenstopp im Mastix Museum. Das neu erbaute Gebäude wird oft empfohlen und war auch für uns sehr interessant – gerade auch weil Nenita und Katarraktis viel Verbindung mit dem Produkt haben. Mastix ist das Harz eines Baum, welches dieser nur auf Chios produziert und man hier in vielen lokalen Produkten findet.

 

Im „Emporios Bay Hotel“, wo ich im Mai auch schon mit Giorgia eine Nacht verbracht habe, ließen wir es uns dann am Pool und mit einem ausgezeichneten Frühstück gut gehen. Der Sonntag wurde wegen schmerzender Muskeln dann gemütlich am Strand verbracht. Wie schon so oft, Mavra Volia und Komi. Insgesamt einfach ein perfektes Wochenende.

 

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Vrontados Spirit

Bevor es jetzt in wenigen Tagen wieder für eine Zeit lang nach Österreich zurückgeht, um für das Studium einiges zu regeln, konnte ich jetzt noch einige Tage in Vrontados mit den anderen Freiwilligen dort verbringen. Gemeinsam haben wir jetzt schon vieles erlebt und gemacht und sehr viel Spaß dabei gehabt.

Zu viert haben wir Καφεκούτι unsicher gemacht, das einzige Lokal in Vrontados, das man Bar nennen kann. Von dort hat man einfach einen traumhaften Ausblick, bei nachts sowie auch tagsüber.

Das Wochenende verbrachten wir hauptsächlich am Strand, das gute Wetter muss doch auch genutzt werden, wo es doch für mich bald ins wechselhafte Österreich geht. Überraschenderweise gut war die Busverbindung zu dem traumhaften Sandstrand in Karfas von Vrontados. Dort verbrachten wir den Samstagnachmittag in der Sonne. Wer von uns mehr Zeit in der Sonne verbringt bzw. auch ohne Sonnenbrandrisiko verbringen kann, lässt sich am Bild leicht erkennen.

Am Sonntag ging es dann nachmittags zu Fuß zum „Monastery Beach“, der ein lokaler Geheimtipp ist. Feiner Kiesel, kristallblaues Meer – was will man mehr?

Am 15. August ging es dann noch nach „Glaroi Beach“, einem Partystrand mitten im Nirgendwo mit einer Bar und lauter Musik.

Nach nur wenigen Tagen geht mein Besuch in Vrontados nun dem Ende zu, wahrscheinlich ist es das letzte Mal, dass ich diesen Ort vor meiner endgültigen Abreise zu sehen bekomme. Am Weg nach Österreich durfte ich dann Athen noch einmal besuchen.

Das Wandern ist des Freiwilligens Lust

Unsere Gegend zu Fuß zu erkunden, das haben wir vor allem an den letzten beiden Wochenenden wieder einmal genutzt. Unser erstes Ziel war ein Park im nächsten Ort, höher gelegen als unser Katarraktis und mit einer tollen Aussicht über das Meer, Chios und die Türkei. Mit auf unsere Wanderung kam allerlei Essen, um im Park ein Picknick zu machen.

Mit Kartenspielen machten wir es uns dann dort gemütlich und verbrachten einige Zeit an diesem schönen Fleckchen Erde.

Am Wochenende darauf war der ursprüngliche Plan eigentlich, nur auf einen Kaffee zu gehen. Danach war ein kleiner Spaziergang geplant. Doch wegen eines Schild mit der Aufschrift „Altes Katarraktis“ und unserer Neugier wurde aus dem kleinen Spaziergang ungewollt eine kleine Wanderung von 11 Kilometern. Trotz unpassendem Schuhwerk beschwerte sich keiner, die Erlebnisse unterwegs machten aber auch vieles wett. Auf dem Weg entdeckten wir ein wunderschönes Kloster und das alte Katarraktis, bestehend aus vielen Ruinen von einstigen Steinhäusern. Schlussendlich kamen wir in dem Dorf Pagida inmitten von Chios‘ Natur an und ließen uns dort in einem Restaurant nieder. Das Dorf versprühte so viel Charme, dass wir eine Rückkehr noch während dem Aufenthalt planten.

Tja, so unverhofft erlebt man oft tolle Dinge.